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Wann braucht man eine Genehmigung für die Anwendung?

 

Laut Pflanzenschutzgesetz ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln nur auf gärtnerisch, forstwirtschaftlich oder landwirtschaftlich genutzten Flächen erlaubt. Für Nichtkulturland braucht man eine amtliche Genehmigung der Pflanzenschutzbehörde (PflSchG § 6 Absatz3).
Daher muss man sich vor der Anwendung beim zuständigen Pflanzenschutzamt erkundigen und wenn nötig, einen entsprechenden Antrag stellen. 

... und wie sieht es speziell in Sachsen aus ?

Auch in Sachsen besteht zunächst eine Genehmigungspflicht. Die Anwendung ist evtl. genehmigungsfähig, wenn die Unkrautbeseitigung (z. B. zur Reduktion der Brandlast in einem Ex-Bereich) nicht mit alternativen Verfahren (z. B. thermisch) geleistet werden kann, obliegt aber der zuständigen Behörde.
Da die Entscheidung über die Genehmigung auf Länderebene durch den Pflanzenschutzdienst gefällt wird, sollte die für Sachsen zuständige Behörde kontaktiert werden.

Ansprechpartner für das Bundesland Sachsen http://www.landwirtschaft.sachsen.de/de/wu...wirtschaft/lfl/


gemäß Webseite: petra.zedler@fb4d.lfl.smul.sachsen.de petra.zedler@fb4d.lfl.smul.sachsen.de

Information zum PflSchG § 6 und Download für das Antragsformular:
http://www.smul.sachsen.de/de/wu/Landwirts...nweise/1080.htm

 

 
 
Nimmt die Wirksamkeit von Roundup®-Produkten beim Einsatz moderner Antidrift-Düsen ab?

 

Nein. Für die Wirksamkeit ist die Wasseraufwandmenge entscheidend, nicht der verwendete Düsentyp.

 

 
 
Hat die Wasseraufwandmenge einen Einfluss auf die Wirkung?

 

Ja, niedrige Wasseraufwandmengen (< 200 l/ha) begünstigen die Wirkung, da die Wirkstoffkonzentration in der Spritzbrühe höher ist. Je höher die Wasseraufwandmengen, desto höher die Gefahr, dass Wirkstoff von der Pflanze abtropft.

 

 
 
Wann ist der beste Zeitpunkt speziell zur Behandlung von Disteln, Schilf oder Ampfer?

 

Eine erfolgreiche Bekämpfung erfolgt am besten in der Vorernte von Getreide mit 4 l/ha Roundup®UltraMax bzw. 2,5 kg/ha Roundup®TURBO. Auf der Stoppel muss ein ausreichender Wiederaufwuchs abgewartet werden.

 

 
 
Was ist bei der Queckenbekämpfung zu beachten, welche Aufwandmenge braucht man?

 

Die Quecke muss sich im aktivem Wachstum befinden und über gesunde und aufnahmefähige Blätter verfügen.
Bei einer Stoppelbehandlung sind 3 - 4 neue Blätter erforderlich.
Je nach Verqueckungsgrad sollten 2,4 - 4 l/ha Roundup®UltraMax bzw. 1,5 - 2,5 kg/ha Roundup®TURBO appliziert werden.
Zur Sanierung stark verqueckter Flächen wird je eine Anwendung in mindestens zwei aufeinander folgenden Jahren angeraten.

 

 
 
Was ist bei der Bekämpfung von mehrjährigen Arten zu beachten?

 

Da mehrjährige Unkräuter häufig über ein weit verzweigtes Wurzelwerk verfügen, ist darauf zu achten, dass bei der Behandlung genügend Blattmasse vorhanden ist, damit die Pflanze ausreichend Wirkstoff aufnehmen kann.
Ein optimales Spross-Wurzelverhältnis liegt z. B. bei der Vorerntebehandlung (Getreide) vor.
Arten wie z. B. die Ackerkratzdistel lassen sich am besten vor oder während der Blüte sicher bekämpfen

 

 
 
Wann können Roundup®-Produkte angewendet werden?

 

Als 100%ig blattaktives Herbizid können Roundup®-Produkte nur gegen bereits aufgelaufene Unkräuter angewendet werden.
Ein Einsatz ist während der gesamten Vegetationsperiode möglich, sofern die Tagestemperaturen über 5° C liegen.
Bei Temperaturen über 25° C sind die Stoffwechselvorgänge stark eingeschränkt und es ist eine Minderwirkung zu befürchten. Kurze Nachtfröste bis - 4° C beeinträchtigen die Wirkung nicht.

 

 
 
Welcher Abstand ist zu Oberflächengewässern einzuhalten?

 

Roundup®UltraMax und Roundup®TURBO haben keine Abstandsauflage zu Oberflächengewässern, d.h. 0 m bis zur Böschungsoberkante (Ländervorgaben beachten).

 

 
 
Welcher Abstand ist zu Saumbiotopen einzuhalten?

 

Ein Abstand ist nicht erforderlich, wenn:
  • Im Behörden-Verzeichnis für die Region ein ausreichender Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen ist.

  • angrenzende Nichtzielpflanzenflächen weniger als 3 m breit sind.

  • Düsen der Abdriftminderungsklasse von mindestens 50% (4 l/ha Roundup®UltraMax oder 2,5 kg/ha Roundup®TURBO NT101) bzw. 75% (8 l/ha Roundup®UltraMax oder 5 kg/ha Roundup®TURBO NT102) auf einer Breite von 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) benutzt werden.

  • ansonsten sind 20 m Abstand einzuhalten.

 

 
 
Was geschieht im Boden?

 

Der Wirkstoff in Roundup®-Produkten wird schnell an Ton-Humus-Komplexe im Boden angelagert und von Mikroben auf biologischem Weg zu natürlichen Substanzen, wie Kohlendioxid und Wasser abgebaut.
Wegen der starken Adsorption an die Bodenteilchen findet keine Verlagerung ins Grundwasser statt.
Roundup®-Produkte haben keine Bodenwirkung.

 

 
 
Welches Risiko besteht für Menschen und Tiere?

 

Menschen und Tiere haben kein EPSPS-Enzym. Bei sachgemäßer Anwendung ist eine Gefährdung durch Roundup®-Produkte daher ausgeschlossen.

Beide Herbizide verdampfen nicht und werden deshalb nicht über das Atemsystem aufgenommen.

In Langzeit-Fütterungsstudien hatten Roundup®UltraMax und Roundup®TURBO keine negativen Auswirkungen auf die Tiere. Die genetische Zellstruktur wird nicht angegriffen.

Roundup®UltraMax und Roundup®TURBO werden in biologischen Kreisläufen nicht angereichert.

Roundup®UltraMax und Roundup®TURBO sind nicht bienengefährlich.

 

 
 
Was geschieht in der Pflanze?

 

Im Stoffwechsel aller Pflanzen gibt es eine Schaltstelle, in der sich lebenswichtige chemische Vorgänge abspielen: die Bildung der essentiellen Aminosäuren, die für den Aufbau der pflanzlichen Eiweiße benötigt werden. An der Bildung der essentiellen Aminosäuren ist das Enzym EPSPS beteiligt. Dieses Enzym wird vom Wirkstoff blockiert – die Produktion von Eiweißen wird unterbrochen. Die Pflanze verwelkt.

 

 
 
Wie erfolgt die Aufnahme von Roundup®-Produkten?

 

Der Wirkstoff von Roundup®-Produkten wird über die nicht verholzten oberirdischen grünen Pflanzenteile aufgenommen. Die Verteilung in der Pflanze erfolgt über die Leitbahnen. Die behandelten Pflanzen sterben ab, d.h., auch mehrjährige Unkraut- und Ungrasarten werden bis in die Wurzelspitzen sicher erfasst.

 

 
 
Roundup®UltraMax und Roundup®TURBO?

 

Roundup®UltraMax und Roundup®TURBO sind systemische Breitbandherbizide und enthalten den Wirkstoff Glyphosat. Glyphosat zählt zu den Aminophosphonsäureverbindungen und ähnelt in seiner chemischen Struktur der natürlich vorkommenden Aminosäure Glycin.